17.08.1998

17.08.1998

Montag, 17.08.98 – Wolfgang steht um 06.30 h auf. Wolfgang steht um 06.30 h auf. Das muß manzweimal sagen, das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen! Angeblich wegen einer Mücke in der Koje, aber schaden tut´s nichts, weil die Crew einen ausgedehnten Ausflug auf die alten Festungsmauern unternimmt, treppauf treppab und über schwindelerregende Stege bis in höchste Höhen, vorbei an einem Wallfahrtskirchlein bis auf die höchsten Zinnen der Burg. Und alles nur, um ein Foto von mir und der Altstadt von da oben zu machen! In der Mittagshitze wäre das sicher unangenehm gewesen, da ist es schon ganz gut, daß Wolfgang um 06.30 h! aufgestanden ist! Nach dem Großeinkauf (sehr billig, dadurch relativieren sich die Kosten für das Einklarieren!) und nach dem Ausklarieren (nochmal eine Stunde Papierkram!) legen wir ab und eine Stunde später wiederan.

An der kleinen, künstlichen Kircheninsel Madonna vom Felsen, und schon auf dem Weg dorthin geschieht ein kleines Wunder: Es regnet eineViertelstunde lang aus blauem Himmel! Bis die Crew das Duschzeug ausgepackt hat, ist es aber schon wieder vorbei; nix mit Haare waschen, die Damen! In der kleinen Kirche geht es dann mit dem Wundern weiter: Seeleute aus der Gegend haben aus aller Herren Länder Mitbringsel und Dankesgaben für Rettung aus Schiffbruch oder für die Heilung von einer Krankheit hier zusammen getragen, stundenlang könnte man sich das Sammelsurium anschauen, aber wir müssen ja weiter, mit dem Segen der Madonna vom Felsen auf Nachtfahrt! Kaum aus dem Golf raus, bekomme ich Hosenträger (Strecktaue aus Gurtmaterial) verpaßt, die Mannschaft zieht die Automatikwesten mit Lifebelt an, Matthias brutzelt Bratkartoffeln, die Wachen werden eingeteilt (Sabine mit Matthias, Sylvia mit Angelika und Franz mit Wolfgang), und wir durchsegeln eine ruhige Nacht mit leichten westlichen Brisen. Kann man nicht erzählen, muß man erleben!


Zurück zum Törn: Von Portorož nach Korfu - August 1998

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