30.08.1998

Sonntag, 30.08.98 – Der Wind hat auf Nordwest gedreht und ordentlich zugelegt. Also wird schon im Hafen ein Reff eingebunden, dann steuert Christian uns sicher aus der Bucht ins freie Wasser. Mit halbem Wind, fünf Windstärken und langer Dünung (karibische Verhältnisse sagt Wolfgang…) geht die wilde Jagd nach Osten. Bis zwei Fähren noch schneller von Norden und zwei Frachter aus dem Süden unseren Weg kreuzen: Wenn also jetzt die eine Fähre hinter uns durch will und der vordere Frachter auch, dann rammt der Frachter die Fähre und wir entweder die andere Fähre oder den anderen Frachter. Oder das Segelboot da vorne. Da ist ja auch noch ein Segelboot! Der hat Backbordbug! Sch…. Beidrehen, warten… Und als die Situation geklärt ist, mit vollen Segeln weiter, nördlich an Arkoudi vorbei, dann halsen wir ein paarmal, umfahren die bizarre Klippe Kythros südlich und laufen unter die geschützte Leeküste von Meganision. Und wieder ähnelt die Landschaft den schwedischen Schären: Steil und grün fällt die Küste ab, das Wasser ist bis ans Ufer über hundert Meter tief und dementsprechend blau, eine einzige andere Yacht teilt unseren Weg und am Scheitel der großen Südbucht locken ein paar kleine weiße Strände unter der Nachmittagssonne…das ist wohl der Unterschied zu den kälteren Revieren im Norden. Beim zweiten Strand paßt die Wassertiefe zum Ankern, also ist es „unser“ Strand. Wieder einmal niemand sonst zu sehen, wieder einmal nur das plätschern der Wellen als einzige Geräuschkulisse, wieder einmal Sonne runter und Mond rauf…. und wieder einmal ein Galamenü von Kerstin (Nudelauflauf) und Christian (Chefsalat)!


Zurück zum Törn: Von Korfu nach Korfu - August 1998

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