24.03.1999

Mittwoch, 24.03.99 – Hier findet der Fischmarkt direkt vor meinem Bug am Strand statt. Die Frauen sitzen erstmal ein Stündchen im Schatten beim Hafenmeister und klönen, tratschen, ratschen.
Wenn die Fischer dann reinkommen und ihre bunten Boote über die Hochwassermarke bis oben auf den Strand ziehen,
geht die große Feilscherei los.
Die Fischer bleiben ganz gelassen, nehmen weiter Barracudas, Thunfisch, Barsche, Papageienfische, Haie und Moränen aus, nur irgendwann nickt einer mit dem Kopf, Geld wandert von einer Hand in eine andere, und dann füllt sich eine Marktfrau ihren Korb oder ihre Schüssel mit irgendeiner Sorte und balanciert das Ganze auf dem Kopf in Richtung Markt.
Der Skipper läßt sich natürlich über’s Ohr hauen und kauft zwei große Wahoos (Elf Kilo) für über dreißig Mark.
Immerhin incl. Ausnehmen und Entschuppen.
Der Rest der Mannschaft erkundet das gebirgige Landesinnere per Minibus und hat Glück: In Assomada ist großer Wochenmarkt. Der wird erfolgreich geplündert, heute abend ist nämlich Bordfest, und da selbst die Eier heile über wolkenverhangene Bergpässe bis hierher geschaukelt wurden, steht dem auch nichts mehr im Wege.
Ich sag‘ schon mal Prost!


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