03.04.1999

Samstag, 03.04.99 – Fast die ganze Nacht und den ganzen Samstag lang auf Steuerbordbug, Wind Nordost, fünf bis sechs Beaufort. Bis dann Sal abends im Dunst auftaucht und uns Andreas zeitgleich von kurz vor Brasilien anfunkt.
Einerseits ist das abends immer eine willkommene Abwechslung, weil es nämlich auf der „Eleanor Rymill“ kaum noch Trinkwasser gibt und wir natürlich mitfiebern, ob die Mannschaft es nur mit den Saft- und Biervorräten bis Brasilien schafft (wovon wir mal ausgehen, sie sind nämlich schon fast da, eine Notlage besteht also nicht!).
Andererseits müssen wir uns heute kurz fassen, weil wir mitten in der Nachtansteuerung von Santa Maria stecken. Die einheimischen Fischerboote haben keine Ankerlichter, also müssen wir radar- und handscheinwerfergestützt vorsichtig an den Fischern vorbeischleichen, bis das Echolot vernünftige Tiefe anzeigt und wir unser Ankermanöver fahren können. Der Skipper einer spanischen Yacht hilft uns, indem er die kleinen Boote anleuchtet, und um 19.45 h sitzt der große Pflugscharanker „festgemauert in der Erden“.
Die erste Kapverdenrunde ist also komplett, das Fazit hat Dirk ins Logbuch geschrieben:
„Eine schöne Abenteuerreise unter dem Passat ist leider vorbei, Abenteuer und 523 Meilen Segeln, Wandern und Schwimmen. Danke an den Skipper…“
und natürlich an mich, schließlich hatte ich ja die meiste Arbeit!


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