07.04.1999

Mittwoch, 07.04.99 – Der erste Ableger der neuen Mannschaft ist auch der erste Ableger ohne Wind.
Der Passat ist weg. Hat sich selbst weggeblasen. Die Temperatur unter Deck ist bei 30,5°C, unter dem Sonnensegel bei etwas Fahrtwind auch noch 29,0°C.
Wir müssen motoren!
Das hat den Vorteil, daß der Kühlschrank schon vereist ist, und daß das Logbuch schon unterwegs geschrieben und gemailt wird. Schöne Grüße aus äquatorialer Hitze von zwei Damen, die nicht näher genannt werden wollen, von denen die eine aber schon einen derben Sonnenbrand hat, an Helmut und Toni und an Siemens, viel Spaß bei der Einführung von SAP!
Nach dem Abendessen in einem schönen Restaurant am Fischersteg in Sal Rei geht die Mannschaft noch in die italienische Designer-Bar und erfährt allerlei Neuigkeiten:
Der gestrandete Segler auf der vorgelagerten Insel ist ein Holländer. Der Skipper hat erst fünf Jahre an dem Schiff gebastelt, um es dann mehr oder weniger betrunken auf der ersten Reise von Holland hierher mit dem Autopiloten (!!!!!!) auf die Felsen zu setzen.
Allerdings sieht es zur Zeit so aus, als könnte das Schiff gerettet werden. Ein Schweißer aus Belgien hat den Rumpf vor Ort geflickt, und mit Hilfe der Inselbevölkerung ist die Yacht schon aufgerichtet und mit dem Bug zum freien Wasser gedreht worden.
Ansonsten erzählt der Direktor des „Hotelkonsortiums“ auf Boavista, daß man versucht, auf den Kapverden nicht die gleichen Fehler wie auf den Kanaren oder den Balearen zu machen: keine Hotelbunker, nachhaltiger, sanfter Tourismus und so… mal schauen, was draus wird, ich bin jedenfalls schonmal froh über die neue Mole!


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