01.09.1999

Mittwoch, 01.09.99 – Eigentlich wollten wir ja nur bis Cedeira. Aber dann segelt Dirk am Cabo Ortegal 8,4 Knoten schnell, was Melanie nicht auf sich sitzen lassen kann und einfach so lange geradeaus steuert, bis sie am Cabo Prior auch 8,4 Knoten auf der Logge stehen hat. Mit gut sechs Windstärken weht es ohnehin die ganze Zeit, und an jedem der zahlreichen hohen Kaps auf dem Weg legt der Wind kurzfristig ein wenig zu und dreht ein wenig zurück, wodurch wir immer auf Vor-Wind-Kurs bleiben können. Dirk wollte ja unbedingt einen Tag mit „mal so richtig segeln!“, und jetzt hat er ihn. Die seemännischen Arbeiten finden bei diesem Wetter zum großen Teil auf dem Vorschiff statt: Zuerst das Reffen des Großsegels (2. Reff), dann der Vorsegelwechsel von Fock 1 (normaler Wind) auf Fock 3 (starker Wind), und dann noch drei Halsen, bei denen jedesmal nicht nur das Großsegel, sondern auch der Spinnakerbaum (der die Fock ausbaumt) geschiftet werden muß, alles bei gut drei Meterhohem Seegang… das gibt ziemlich weiche Knie, aber auch ziemlich leuchtende Augen!
Jedenfalls sind wir, weil keiner anhalten will, plötzlich einen Tag zu früh in A Coruna!


Zurück zum Törn: Von San Sebastian nach LaCoruna - August 1999

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