26.09.1999

Sonntag, 26.09.99 – Ist natürlich nicht so toll, wenn der Obernavigator nur fünf Knoten Geschwindigkeit als Durchschnitt ansetzt… sollt mich doch wirklich besser kennen. Jedenfalls bin ich viel schneller, und deshalb ist das nun noch dunkel, als wir vor Cadiz stehen.
Norbert übernimmt das Ruder vom Autopiloten, Holger baut den Spi-Baum ab, Wolfgang sucht die betonnte Fahrwasserrinne. Ein Schiff kommt aus dem Nordteil der Bucht, setzt kurz die Lampen für „manövrierbehindert“, dreht hinter uns wieder um und läuft in Richtung Marine-Stützpunkt Rota.
Drei rote und zwei grüne Blitzbojen müssen da irgendwo zwischen den Lichtern der Stadt zu erkennen sein, außerdem eine Untiefentonne im Westen der Halbinsel.
Müssen, und zwar unbedingt, weil der Einfahrtskanal zwischen zwei Flachs verläuft, auf denen ich nicht gerade heute morgen stranden möchte! Klappt auch alles, klappt sogar wie am Schnürchen. Nur ein kurzer, neuer Wellenbrecher ist noch nicht im Hafenhandbuch verzeichnet, aber schon mit einer eigenen Blinkboje gekennzeichnet und deshalb kein Problem. Im Vorhafen bergen meine Jungs die Segel, legen mich dann an einen Schwimmsteg in der Marina „America“ und gönnen sich ein Bier. Morgens um fünf!
(Und die Mädels, Katharina und Monika? … müssen später das Frühstück herrichten, weil sie die ganze Aktion vollkommen verpennt haben, bis auf das Anlegebier natürlich! Deshalb hat Wolfgang außerdem fünf frauenfeindliche Witze für den heutigen Tag gestattet!)


Zurück zum Törn: Von Lissabon nach Malaga - September 1999

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