23.10.1999

Samstag, 23.10.99 – Die Mannschaft düst mit dem Leihwagen über die Insel und bringt das beste Souvenir seit langem mit: Der „Valle-Bote” ist eine auf deutsch „nach Bock und Wetterlage” erscheinende Zeitung (unabhängig, überparteilich, abgedreht)
zum Preis von 275 Peseten (Spanien),
3,40 DM (Deutschland),
ein halbes Pfund (England),
ein halbes Gramm (Marokko),
bzw. kostenlos (Hongkong).
Köstlich, wenn Esoteriker über Esoteriker bitterböse Glossen schreiben und nebenbei die spanische Verwaltung in die Pfanne hauen!
(„In dieser Ausgabe lesen Sie, wie man einen gomerianischen Rohrverleger an die Arbeit kriegt und wie die neue Staatsflagge Gomeras aussieht und was den Ausgang der Kommunalwahlen bestimmt hat und welche verschiedenen Winde hier wehen und wieviele neue Arbeitsplätze jetzt in der deutschen Werbung angeboten werden und wie man sich mit Beate-Uhse-Aktien reichpimpern kann und wie man sich einen springenden Pottwal raucht und warum der Club de Mar sein 10-jähriges Jubiläum feierte und wieso Pitbulli Panik hatte und wo man gut essen kann und wo es preiswerte Besamungen gibt und klaro auch das Neueste von der Insel…)
Der Vollständigkeit halber sei auch noch auf den Kriminalroman „Sodom und Gomera” aus ähnlicher Urheberschaft hingewiesen.
Aber auch der Tag im Hafen ist lustig: Eine Megayacht rauscht rein, stellt fest, dass der Platz in der kleinen Marina nicht zum Drehen ausreicht, unterschätzt die Strömung in der Hafeneinfahrt, rasiert bei zwei Yachten die Hecks kahl und düst wieder ab.
„Maurice!!!!!!!!!”
kreischte eine andere französische Dame leicht hysterisch durch das Hafenbecken, aber „Maurice!!!!!!!!!!” war leider im krachenden Moment nicht da, und „Maurice!!!!!!!!!!!!!!” hätte sowieso nichts mehr ändern können


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