25.03.2000

Samstag, 25.03.00 – Leider hat der Bus zum Markt Verspätung, aber als ein anderer Buserwarter einfach auf einen vorbeifahrenden Geländewagen springt, springt Wolfgang ebenso einfach hinterher. Das führt zur Bekanntschaft mit einem Mitglied der Küstenwache, der ebenfalls auf der Ladefläche hockt.
Das Mitnehmen von Touristen kann für unlizensierte Fahrer ein Vermögen und Kopf und Kragen kosten, aber irgendwie stört das niemanden. Wolfgang zieht sich halt den Sonnenhut ein bisschen tiefer über seinen Rotschopf…
Auf dem Markt hilft der Küstenwächter dann beim Bezahlen, logischerweise kostete der ganze Gemüseeinkauf dann auch nur ein paar Pfennige. Lediglich Getränke und Importwaren müssen in Dollar bezahlt werden, das gleicht dann leider wieder einiges aus.
Zurück im Yachthafen gibt es eine Überraschung. Eine Reisegruppe aus Frankreich wird gerade mit Brathuhn und kubanischer Livemusik abgefüttert. Und als das ganze Rudel dann abzieht, bleibt die Band noch da!
Party!
Den ganzen Nachmittag lang. Der Chefveterinär schwoft mit der Spanierin vom Nachbarboot, ihr Ehemann schmettert Flamenco-Lieder über die Bucht, Wolfgang wird genötigt, was deutsches auf der Gitarre zum Besten zu geben, was zu „Über den Wolken“ (Reinhard Mey) im Sambarhythmus führt, weil die Band spontan die Begleitung spielt. Wenn nur der Trompeter nicht immer zum Angeln abhauen würde…
Kontaktadresse. Sr. Bobby Vincent, Grupo Show „La Fe“, Fax 53-226-8613, Santiago de Cuba; und die Jungs sind wirklich gut!
Samstags ist üblicherweise Crewwechsel. Zu wechseln gibt es ja nichts, aber Crew kommt trotzdem: Christian sagt seinen RNA-Molekülen im schottischen Universitätslabor für 14 Tage „Lebewohl“ und hilft Wolfgang aus der Einsamkeit.
Prima!


Zurück zum Törn: Von St.Domingo nach Havanna - März 2000

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