10.06.2000

Samstag, 10.06.00 – Die Marina hat ein Courtesy-car. Das sind Autos, die so kaputt sind, dass man sie bedenkenlos jedem Europäer für ein paar Stunden überlassen kann, ohne auch nur zu fragen, ob der Fahrer einen Führerschein hat.
Aber der alte Chevrolet-Pickup (mit Gangschaltung!) meistert den Weg zum Supermarkt problemlos, und vollgebunkert für den Rest der Reise werde ich direkt vor der Marina verankert, weil eine Motoryacht unseren Liegeplatz beansprucht.
Meine Mannschaft paddelt mit dem Beiboot zum Lunch im netten Hafenrestaurant, und auf dem Rückweg kommt es mal wieder fast zu einer Verhaftung: Das Fahren im Dhinghi ohne Schwimmwesten ist nämlich verboten, sagt der Mann von der Küstenwache. Auch bei 30° im Schatten, auch bei 25° Wassertemperatur, auch bei Windstille, auch bei Seegang „Null“, auch Armeslänge vom Steg entfernt. Und wahrscheinlich weil er eine dunkelblaue Uniform und eine Schwimmweste als vorschriftsmäßige Dienstbekleidung tragen muss und er sich ganz langsam in eine Schweißlache auflöst….
Robert kommt noch vorbei und bedankt sich für die gelungene Ferndiagnose des Motorschadens auf der „Odyssee“. (Wolfgang: „Hau doch mal leicht mit dem Hammer auf den Magnetschalter vom Anlasser!“), danach gleite ich dann den York River hinunter, an der Ansteuerungstonne wird gehalst und ich gleite hinauf in die Mobjack Bay.
Im Severn River, das ist der südliche Arm der Mobjack Bay, finden wir den nächsten einsamen Ankerplatz.


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