08.09.2000

Freitag, 08.09.00 – Südwind ist angesagt, deshalb schafft die Mannschaft einen frühen Ableger, mit ein bißchen Pech können nämlich bei Gegenwind schnell aus 25 Meilen 50 oder mehr werden. Und mit den Hummerbojen (die an Bord nur noch „Hubo“ genannnt werden) im Dunkeln, das ist halt nicht wirklich lustig…
Die gleichen Inseln, die uns beim Aufkreuzen nach Norden im Saco-Golf Schutz gegeben haben, erfüllen ihren Zweck nun auf der Kreuz nach Süden. Theoretisch hätten die Windverhältnisse natürlich auch andersherum sein können, beide Male Backstagsbrise quasi, aber dagegen spricht Murphy’s Law, und zwar eindeutig.
Macht nichts, aufkreuzen bei schöner Brise, Sonnenschein und glatter See ist auch schön, und schon um 15.00 h liegen wir an einer Gästeboje vom Biddeford Pool Yacht Club. Mal wieder umsonst, der Hafenmeister lächelt freundlich: „Nachsaison…“ und weist den Weg zur Dusche.
Wolfgang verbringt die Wartezeit mit einem Spaziergang und lernt den Wirt vom „Hattie’s“ kennen, der ihn und den Rest der Mannschaft gleich zu Popcorn und irischem Whiskey in sein Wohnzimmer einlädt, weil er und seine Frau nämlich in ein paar Wochen nach „Good Old Germany“ fliegen, und die beiden jede Chance nutzen, um ihr Volkshochschuldeutsch zu verbessern.
Leider verschmort dem fleißigen Holger (der die Aktion eben wegen des Kochens leider nicht mitbekommen hat) in der Zwischenzeit das Abendessen, was erstens schade und zweitens ärgerlich ist. Es läuft halt nicht immer alles ganz perfekt…


Zurück zum Törn: Von Boston nach Boston - August 2000

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