17.09.2000

Sonntag, 17.09.00 – Die Nordseesegler unter euch werden das mit den Gezeiten ja kennen: Entweder ist der Wasserstand zu hoch oder zu niedrig, wenn es nach Gezeitenkalender dann endlich mal mit der Strömung passen sollte, dann kommt der Wind aus der falschen Richtung, und optimal sind die Bedingungen generell um 05.00 h in der Frühe…
Heute ist das Dilemma folgendes: Einerseits müssen wir spätestens um 09.00 h aus der Lagune raus sein, weil es sonst schwierig gegen die Flut wird. Andererseits dürfen wir nicht vor 12.30 h am Cape Cod Canal sein, weil uns sonst vier Knoten Strom gegenan stehen. Bis dahin sind es aber nur zwölf Meilen, also muss ich „gebremst“ segeln, damit alles passt. Was es dann auch tut.
Allerdings frischt im Kanal der Wind auf nicht angekündigte sieben Beaufort aus Südwest auf. Das führt gegen unseren schönen Schiebestrom schon im Kanal selbst zu ganz schön kabbeliger See; in der Westausfahrt gleicht die Wasseroberfläche dann mal wieder (siehe den einen oder anderen Karibik-Törn!) einem Eierkarton. Nur das die einzelnen Pyramiden einen guten Meter hoch sind!
Das erstmögliche Schlupfloch ist die Onset-Bay, eine Gästeboje ist auch noch frei, am Ufer gibt es ein nettes Städtchen mit Supermarkt und Hamburgeria, – und morgen werden die Eierkartons ja wohl wieder weg sein!


Zurück zum Törn: Von Boston nach NewYork - September 2000

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