06.10.2000

Freitag, 06.10.00 – Vater Utsch kutschiert Wolfgang noch eben zum VW-Händler (vorsichtshalber, wegen der Dichtung), dann tüftelt mich die Mannschaft durch die Untiefen am Kap in die Delaware-Bay.
Siggi will auf jeden Fall noch die Nachmittagssonne genießen und auf keinen Fall schon nach 12 Meilen wieder in den Hafen.
Also segeln wir weiter bis nach Bowers Beach auf der Westseite der Bucht. Und was da so als kleines, langweiliges Fischerstädtchen im Hafenhandbuch beschreiben ist, das ist tatsächlich ein kleines Fischerstädtchen. Allerdings nicht langweilig, weil es hier das „Bayview-Inn“ gibt, „Home of the 75-Cent-Draft“.
Meine Mannschaft wird zur Einheimischen-Attraktion.
Fünf verrückte Deutsche, die nicht wissen, wie man Shuffleboard spielt, die nicht wissen, was ein Purple Motherfucker oder ein Slippery Nipple sind, die nicht wissen, warum der Fluss Murderkill-River heißt, und die nicht wissen, dass sie keinesfalls vor dem nächsten Hochwasser (um 05.00 h oder um 17.00 h am! nächsten Tag!) über die Barre in der Hafeneinfahrt kommen.
Die Erklärungen all dieser Ortsüblichkeiten ziehen sich bis um 03.30 h, womit das erste Hochwasser schon mal ausfällt.


Zurück zum Törn: Von New York nach Baltimore - September 2000

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