12.12.2000

Dienstag, 12.12.00 – Der Behördengang zum Zoll wäre also der einzige Grund, noch in den USA zu bleiben. Alles andere passt nämlich bestens, um heute mit Südwind (erstmalig und gerade nur heute!!!) den Golfstrom zu überqueren.
„Zoll, Behörden…Schnickschnack“ – sagt der Skipper, und weg sind wir. Und die Serenade gleich mit.
60 Meilen haben Wolfgang und ich ja noch Zeit, uns wenigstens mental von den USA zu verabschieden: Von über 2000 Meilen im ICW (alleine 540 in den letzten zwei Wochen), von allen 13 Staaten an der Ostküste, von all den Inseln, Flüssen, Sunden, von den großen Städten und den verpennten Käffern, vom perfekten Service, vom schlechten Ausbildungsstand, von MacDonalds und Burgerking, vom Straßenverkehr, vom Sicherheitsaufkleberwahn, vom unterschwelligen Rassismus („dangerous neighborhood!!“), vom Plastibesteck, von wunderbarer Hilfsbereitschaft und unendlicher Freundlichkeit, und von vielen neuen Freunden und Bekannten…
Und dann sind wir trotz 35° Beschickung für Stromversatz (4 Knoten Nord!) plötzlich auf Grand Bahama. Ganz andere Welt. Endgültig tropisches Klima. Auch abends Shorts zu Longdrinks, in denen der Strohhalm steht. Konnte man sich vor acht Tagen irgendwie noch gar nicht vorstellen…


Zurück zum Törn: Von Charleston nach Nassau - November 2000

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