01.04.2001

Sonntag, 01.04.01 – April, April!! Mein Lotse kommt nicht wie angekündigt um 07.30 h an Bord sondern erst zwei Stunden später!
Lustiger Scherz der Kanalverwaltung!
Ganz umsonst so früh aufgestanden!!
Erst einmal an Bord lässt er aber gleich losfahren. Wwolfgang drückt die Daumen, dass nur irgendwas Kleines in der Schleuse liegt. Blos nicht so ein Monster… und … es ist…. „Chiquita Elke“! Und „Chiquita Elke“ ist nicht nur schlappe 150 m lang, sondern sie hat auch noch einen Stellpropeller! Der dreht sich mangels Getriebe immer mit, weil nur mit der Flügelsteigung die Geschwindigkeit und die Fahrtrichtung (vorwärts/rückwärts) reguliert werden. Und das geht gaaaaanz sachte.
„Seaquester“ , der Trimaran, mit dem ich ein Päckchen bilde, und ich merken fast nichts! Kein Hexenkessel, keine ächzenden Leinen, keine quietschenden Fender, keine aufheulenden Motoren, kein Bruch, nur ein paar leichte Wirbel aus den Flutungskanälen im Schleusenboden, nur lächelnde Skipper, drei mal hintereinander!
Der Rest des Tages ist eine wunderbare Fahrt durch den Gatun-See. Mitten durch den Dschungel. Affen hängen in den Bäumen, Vögel überall. Pink und gelb blühende Bäume. Und ab und zu und wie aus einer anderen Welt ein Riesenfrachter, der natürlich nicht die vielen kleinen Abkürzungen für Yachten fahren kann.
Wir Yachten schaffen es heute nicht, auch noch runter zu schleusen, weil die Frachter alle entweder zu groß oder zu gefährlich (Tanker etc. müssen alleine schleusen) sind. Kurz vor dem Gaillard-Cut ist der Warte-Ankerplatz, der Lotse wird abgeholt, und ich und meine erleichterte Crew genießen das Bad im warmen Süßwassersee!


Zurück zum Törn: Von Panama nach Panama - März 2001

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