01.09.2001

Samstag, 01.09.01 – Eine schöne Schildkröte nickt uns ihr „Gute Reise!“ zu, dann dreht sich mein Bug nach Süden, Kurs Tonga!
Nach zwei „Ssssssst-Pings“ landet der dritte Biss (eine große Dorade!) endlich im Cockpit – und wenig später in Kokosmilch im Topf, weil das so gut schmeckt! Dazu Kochbananen-Brotfruchtgemüse, da freuen sich meine Menschen!
Die Sonne verabschiedet sich mit einem Green Flash, meistens ein Zeichen für eine ruhige, sternenklare, mondhelle Nacht. Bärbel hat gesagt, dass ich den „Green Flash“ oder „Grünen Strahl“ mal erklären soll: Durch die Luftmoleküle tritt bei Sonnenstrahlen Lichtbrechung auf. Steht die Sonne ganz tief am Himmel, nimmt das Licht einen sehr weiten Weg durch unser Luftmeer. Die Lichtbrechung ist nicht für alle Wellenlängen gleich, blaues Licht wird stärker gebrochen als rotes Licht. Somit erscheinen vor unseren Augen Sonnen in verschiedenen Farben. Die „Rote Sonne“ verschwindet unter dem Horizont sehr kurz vor der „Blauen Sonne“, da das blaue Sonnenlicht aber durch Bestandteile unserer Atmosphäre herausgefiltert wird, leuchtet unmittelbar nach Verschwinden des rotglühenden Sonnenballs die „Grüne Sonne“ also der „Grüne Strahl“ kurz auf . (Soweit zugegebenerweise aus TO Nr. 93, Juli 2001 zitiert).
Alles klar?
Ganz zum Schluss leuchtet bei einem klaren Sonnenuntergang in den Tropen der letzte Rest der Sonne plötzlich neongrün. Sieht prima aus, kommt noch vor den grünen Wolken von Bora-Bora!


Zurück zum Törn: Von Samoa nach Tonga - August 2001

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