06.08.2002

Dienstag, 06.08.02 – Einer von diesen Morgen in einer Südseetraumbucht: Da weiterhin weder Geister noch andere Menschen zu sehen sind, vermindert meine Crew den Textilabrieb und hüpft umweltschonend ohne Badehosen ins Wasser. Zum Frühstück wird wieder eine von den frischen Papayas geschlachtet, die uns die Dörfler geschenkt haben. Dazu geröstetes Weißbrot, ein bißchen Schinken ist noch da, Käse, Honig, Kaffee und Ananassaft. Oder Apfelsaft. Was völlig egal ist, weil an so einem Morgen sowieso alles egal ist. Wobei dieses „egal“ quasi das Gegenteil von diesem anderen „Ist-mir-egal“-Gefühl ist, welches sich bekanntlich bei unabwendbaren Katastrophen einstellt. Es ist das „egal“ einer unantastbar perfekten Situation: Egal, was als nächstes passiert, der jetzige Moment wird für immer als etwas großes, wunderbares in Erinnerung bleiben, obwohl das heute ja nur ein Frühstück vor einem einsamen, weißen Strand ist. Aber für das Genießen diese speziellen Gefühls, da müsst ihr einfach mal an Bord kommen!
Ach. (Kleiner Seufzer am Rande…)
Gesegelt wird auch noch: Eine schöner Kreuz gegen einen leichten SSE-Passat. Blauer Himmel, glattes Wasser selbst am „Devil’s Point“ (Südwest-Kap von Efate-Island), wo der Passat manchmal für üble Kreuzseen sorgt…
Um 17.45 h liege ich an der Tankstelle in Port Vila – und von der Bar im Yachtclub winken schon wieder die ersten Segelkameraden herüber, Marc und Wolfgang müssen ja noch vom Sailfish erzählen, der auf den Funkrunden natürlich schon seit Tagen Thema Nr. 1 ist!


Zurück zum Törn: Von Fidji nach Vanuatu - Juli 2002

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