21.08.2002

Mittwoch, 21.08.02 – Und an einem ganz normalen Festivaltag schwingt sich mein Skipper bei den ersten Trommelklängen ins Beiboot, rudert ans Ufer und schaut ein paar fantastisch geschmückten Tanzgruppen aus Pentecost oder Papua Neu-Guinea zu. Eine Dorfgemeinschaft aus Tanna serviert frisches, extrastarkes Kava auf althergebrachte Weise: mit Bast in einer Erdmulde gefiltert und dann von einem „Mundschenk“ an die Lippen gereicht. An des Mundschenks rechter Schulter darf sich der Skipper dann noch den Mund abwischen. Sandmaler von den Banks-Inseln demonstrieren ein Hüttchen weiter ihre vergängliche Kunst, lautlose Rätselgeschichten an den Strand zu zeichnen. Eine perfektionierte Art von „Das-ist-das-Haus vom-Nikolaus“: ein Bild heißt „Dorf bei der Yamsernte“, ein anderes „Mann geht in den Garten, Frau geht währenddessen fremd, Mann kommt zurück, große Katastrophe!“ Die Einheimischen können die Bilder auf Anhieb verstehen und lachen sich schon beim Zeichnen halb schlapp, nur den ungebildeten Langschweinen (also den Weißen) muss man das wieder alles extra erklären!


Zurück zum Törn: Von Vanuata nach Vanuatu - August 2002

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