11.09.2002

Mittwoch, 11.09.02 – 10.00 h: Ein letztes Bad im Wasserfall, dann Anker auf, Segel gesetzt, Angel geangelt. Und bis das alles entwirrt ist, ist schon das Nordkap von Pentecost querab, kurz danach fällt der Anker vor Loltong, dem nächsten schönen Dorf… Peter und Wolfgang können ihre Französisch-Kenntnisse auffrischen, denn die Kinder in der katholischen Misionsschule lernen erst französisch, dann englisch. Vom Klang her ist das übrigens auch viel einfacher für sie, jedenfalls kann man ihr französisch besser verstehen als woanders das Englisch! Kontaktadresse für Brieffreundschaften: Ecole Catholique Melsisi, Pentecote, Vanuatu.
Am Abend führt die Theatergruppe „Wan Small Bag“ (eine kleine Tasche) auf dem Dorfplatz ein Stück über das Bevölkerungswachstum auf: Requisiten: Ein Betttuch (Kulisse), ein Stock (alter Mann), eine Mütze (Kind), ein Stück Kreide (Lehrerin). Genial. Joan Doras aus Port Vila schreibt die Stücke für die Truppe, Vanuatus einziges Tourneetheater zieht dann damit über die Inseln und durch die Dörfer, lehrt, unterhält und regt Diskussionen über den Holzeinschlag, die Plünderung der Riffe, die Umweltverschmutzung etc. an. (Nochmal zur Erinnerung: hier gibt es keinen Strom, kein Fernsehen und nur der Chief hat ein altes Transistorradio!)
Meine Crew schlägt sich bei der Dorfplatzdikussion im Anschluss an dieses Stück auf die Seite der Pro-Familienplanungs-Fraktion, also auf die Seite der Frauen. Wie fast überall auf der Welt scheinen auch hier die meisten Männer mit einem anderen Körperteil als dem Kopf zu denken…


Zurück zum Törn: Von Vanuata nach Vanuatu - August 2002

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