13.09.2002

Freitag, 13.09.02 – Bedeckter Himmel und dunstiges Wetter laden auch heute nicht zum Spaziergang ein, also lassen Peter und Wolfgang es ganz bleiben und drehen meinen Bug nach Südwesten, die nächste Insel lockt. Ambrym ist berühmt für den aktiven Vulkan und für die Schönheit der Holzschnitzereien, die hier angefertigt werden. Die Dorfjugend von Ranon verbindet die Führung zum Chief (man muss sich ja immer kurz vorstellen, wenn man quasi im Dorfgarten, also vor dem Strand oder im Riff ankert!) gleich mit der Zur-Schau-Stellung ihrer neuesten Kunstwerke. Und dann ist plötzlich großes Gejohle am Strand, denn eine Yacht ist auf Drift gegangen. Eine rote Yacht – ich! Ich wollte dem Skipper ja noch sagen, dass man auch bei gutem Ankergrund nicht einfach an der Kette sparen soll! Und wenn dann noch ein paar Fallböen den Vulkan runtersausen, dann kommt der Zug der Kette eben nicht mehr waagerecht am Anker an. Und dann hält der beste Anker nicht mehr! Ein Fischerboot fährt als Begleitschutz mit raus und schleppt meine Crew und das Beiboot die letzten Meter – und ein paar Minuten später liege ich schon wieder am alten Platz – mit reichlich Kette!
Und zeitgleich geht die andere Yacht, die australische „Aisling“ auf Drift! Peter und Wolfgang montieren schnell den Außenborder an das Beiboot (war vorher aus umweltschutztechnischen Gründen wie meistens natürlich nicht dran!) und düsen los, auf der „Aisling“ ist nämlich niemand, der einhand segelnde Skipper ist im Nachbardorf. Leider lässt sich die Maschine zwar starten, aber eine Angelleine blockiert den Propeller. Also müssen Peter und Wolfgang die „Aisling“ unter Segeln zurück an den Ankerplatz bringen. Klappt prima, das haben die beiden klasse hingekriegt. In all dem Chaos hat Peter das Tele von seiner Kamera verloren, aber ansonsten haben alle ja nochmal ganz schön viel Glück gehabt an diesem Freitag, dem dreizehnten!!!


Zurück zum Törn: Von Vanuata nach Vanuatu - August 2002

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