30.12.2002

Montag, 30.12.02 – Wenn der nette Mensch von der christlichen Gemeinde in der Nachbarbucht nicht als Ersatzchaffeur für den ausgebuchten Postbus eingesprungen wäre, dann wäre es nix geworden mit der erneuten Mount Hobson Besteigung via Windy Canyon! Und das ist nunmal die beste Route: Mit dem Auto die ersten 200 Höhenmeter „ermogeln“, dann durch die „Schluchten des Balkan“, weiter über die „Sauerländer Hochheide“ zum Gipfelsturm durch „Feenheim“ und „Zwergenhausen“, denn von solchen Fabelwesen erwartet man im Wurzelwerk des Kauri-Urwaldes ständig überrascht zu werden. Obwohl, eigentlich ist es eher überraschend, dass nicht ständig irgendwelche Einhörner oder Zauberer aus dem Dickicht brechen!
Dann Gipfelbrotzeit mit Blick bis zu den Anden.
Dann der Abstieg den „Stairway to Heaven“ hinunter bis zur gigantischsten Toilettenspülung der Welt, denn mit nur einmal „Abziehen“ durch das Öffnen der Flutdämme konnten Tausende Stämme des teuren Kauri-Holzes bis in das Tal geschwemmt werden. (Nochmal genauer: hier gibt es riesige Holzstaudämme zu bewundern, mit deren Hilfe zu Zeiten des Kauri-Einschlages/Kahlschlages die steilen Täler an den Flanken des Mount Hobson geflutet werden konnten, um die Stämme bis an die Schiffe in der Bucht zu schwemmen!)
Zur Abkühlung ein Bad im Wildbach – und zum Abschluss der „Einkehrschwung“ ins Restaurant „Jetty“ kurz vor meinem Ankerplatz, wo zum perfekten Sundowner nur noch die Sonnenschirme aus dem Keller geholt werden müssen! ( Dass dann beim Aufspannen ein Haufen toter Spinnen aus den Falten auf die Veranda rieselt, dass kann der Stimmung keinen Abbruch tun, eher im Gegenteil! Spinne am Abend -erquickend und labend! Bitte keine Zusendungen von Germanisten wegen der Fehlinterpretation dieser Volksweisheit!)


Zurück zum Törn: Von Auckland nach Whangarei - Dezember 2002

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