Sonntag, 08.06.03 – In der Nacht hat der Passat auf gute sechs, in Böen acht Beaufort zugelegt. Beim Frühstück
fliegen die Holzbrettchen vom Cockpittisch, was eigentlich ganz praktisch ist, weil dabei
gleich die Krümel außenbords geweht werden! Zucker in den Tee zu schütten ist allerdings
eine kleine Geschicklichkeitsaufgabe, weil sonst der Zucker den Krümeln folgt… Zeit für
den zweiten Anker und für einen schönen Strandausflug mit dem Dinghi: Ein von Mangroven
überwucherter Bachlauf kann von kleinen Booten als Hurrikan-Schlupfloch genutzt werden, und
wirklich- außer Vogelgezwitscher und Insektensummen ist in völliger Windstille nichts zu
hören, obwohl die Schaumkronen nur ein paar hundert Meter weiter von den Wellenköpfen
abreißen und durch die Bucht gepustet werden. Eine Schildkröte und zwei Tarnkappenrochen
(wegen des Musters, keine Ahnung, wie diese Sorte wirklich heißt!) haben sich auch in das
Labyrinth aus Wurzeln und Ästen zurückgezogen.
Wieder im Cockpit packen meine drei Musikanten nach dem Abendessen alle an Bord befindlichen
Instrumente aus, „El Condor pasa“ klingt mit Gesang (Bärbel), Flöte (Wolfgang) und Gitarre
(Klaus) schon ganz erträglich!
Zurück zum Törn: Von Mackey nach Mackey - Mai 2003
