21.06.2003

21.06.2003

Samstag, 21.06.03 – Unter www.hamiltonisland.com.au stehen unter der Akivity „Reef“ und dem Datum von heute eine ganze Reihe Bilder im Internet, und auf einigen Aufnahmen bin ich ganz gut zu sehen! Besonders die Luftaufnahmen beschreiben die Situation besser, als Worte das hier könnten!
Meine Crew stürzt sich in das Touristenprogramm: Wolfgang macht einen Drift-Tauchgang mit und Bärbel und Klaus erkunden die faszinierende Unterwasserwelt trockenen Fußes, nämlich mit einem der beiden U-Boote von „Reef World“: Fische und Korallen ohne Ende, und vor allem riesengroß, weil ja hier im Riff nur ganz begrenzt gefischt werden darf. Und da fühlen sich die lieben Tierchen natürlich recht wohl und freunden sich recht herzlich mit ihren Menschen an, die ja zudem auch gerne mal eine Hand voll Futter reichen. Ein gewaltiger Napoleon-Fisch ist sogar handzahm und lässt sich hinter den Kiemen kraulen. Eine Grüne Seeschildkröte zeigt, wie elegant sie sich bewegt, wenn sie in ihrem Element ist und nicht ungeschickt am Strand rumkriecht, Papageienfische „produzieren“ fleißig Sand aus alternden und schwachen Korallen, Seeanemonen winken mit ihren Tentakelarmen und ein immertreues Engelfischpärchen steht im Schatten unter einem Korallenschirm.
Um 13.10 h wird das Touristenprogramm dann aber schon für beendet erklärt, unter ausgerollter Genua und mit hohem Sonnenstand (mit „Gegensonne“ sieht man die Riffpassagen nicht!) geht es acht Meilen und ein Riff weiter: Um 14.30 h liege ich schon wieder an einer Boje, dieses Mal im Bait Reef. Ohne Tauchbasis, ohne Tagesausflügler, nur mit ein paar anderen Yachten, die sich ganz gut an den Korallenköpfen verteilen.
Einen Korallenkopf mit ca. 150 m Durchmesser haben wir für uns alleine, allerdings nur über Wasser: Beim Schnorcheln sieht man dann alle seine Bewohner. Und von der Besiedelungsdichte her ist dieser Korallenkopf nur mit einem Ameisenhaufen oder einem Hochhaus in einem Vorort von Kairo vergleichbar. Oder auch nicht, weil Ameisenhaufen und Hochhaus ja aus totem Material bestehen, während sich ein Korallenstock nur aus lebenden Organismen zusammensetzt – die zusätzlich bewohnt werden! Es wuselt. Und es ist unbeschreiblich. Riesige Papageienfische, drei monströse Napoleons, Chirurgenfische, Damsels, Schmetterlingsfische- die ganze Fischbestimmungstafel rauf und runter. Und eine 1,3 m (kein Witz! Gemessen!!) breite Mördermuschel. Faustgroße Ansauglöcher!


Zurück zum Törn: Von Mackey nach Cairns - Juni 2003

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