18.01.2004

18.01.2004Sonntag, 18.01.04 – Heute mal die Original-Logbucheinträge, wie sie die Mannschaft beim Wachwechsel eingetragen hat, nur um die Wettereinträge (gleichbleibend, ENE-Wind um vier Beaufort, Sonnenschein, leichter bis mäßiger Seegang) gekürzt:
Um 00.00 h, Rico: „Erstaunlich, nie ziehen sich 5-Minuten-Intervalle so ins Unendliche wie in diesen Nachtwachen. Wach eigentlich niemand. Außer den Fantastillionen Sternen. 06°42,3’N, 084°09,0’E. PS.: Gleich ist Sonntag. Um 07.00 h alles antreten zur Morgenandacht! Weitersagen! An Olgi: Ist der Kuchen schon fertig?“
Um 03.00h, Olga und Wolfgang: „Kabbelwasser ab und zu, Wellengenerator springt nicht mehr an (etwas zu wenig Fahrt), PPS.: Wie wär’s mit Frühschoppen um 11.00 h anstatt Frühandacht um 07.00h? Weltumreisungsfeier? (Weil Wolfgang heute seien bisher östlichsten Längengrad, Varanasi, Januar 1988, von Osten kommend erreicht!)“
Um 05.00 h, Vivian: „06°35’N, 083°36’E“
Um 07.00 h, Vivian: „Alles schläft. Sogar der Leuchtalgenteppich. Nur im Klosett tummeln sich die fluoreszierenden kleinen Biester noch. Niemand zur Andacht erschienen. Und nach Kuchen riecht es auch nicht. Empörend. Erwarte gespannt Rapport beim Frühschoppen!“
Um 10.00 h, Rico: „Rico an Olga, Logge 1040 Meilen auf 06°25,4’N, 083°05,0’E“
Um 12.10 h, Olga: „Fock geborgen und Großsegel gesetzt und zwischendurch Oma-Flan gebacken und mit Vanillesauce bereichert. Das Dasein und Galateia zu erleben ist schon ein Ereignis, aber zur Zeit gibt es keine neuen Abenteuer. Beim Essen haben wir in der Entfernung dunkle Formen gesehen, die wir in unserer Fantasie und Romantik für Wale gehalten haben.“
Um 13.00 h, Wolfgang: „Astro-Fix aus Mittagsbreite und zwei korrespondierenden Höhen, Breite supergenau, Länge nur auf acht Meilen, da nachmittags etwas dunstiger Horizont. Mittagsbesteck um 13.39 h ist 06°21,1’N, 082°37,0’E!“
Um 16.25 h, Vivian: „Die ersten Küstenfischer aus Sri Lanka an deren Heck passiert, wollen Bananen verkaufen! Danach Galateia-Spezial-Kürbissuppe zum Abendessen“
Um19.00 h, Olga: „Noch 100 Meilen zur Südspitze von Sri Lanka!“
Um 23.00 h, nochmal Olga: „Bullenstander gesetzt, Autopilot ist fix und fertig von Wind und Wellen, wir segeln nicht, sondern fliegen mit acht Knoten. Auf dem Meer gibt es mehr Schiffslichter als Sterne. Schiebeströmung und zwei Leuchttürme vor uns.“
Und das war der Sonntag!


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