28.03.2004

Sonntag, 28.03.04 – Dieter und Wolfgang schälen sich müde aus ihren Wolldecken, die seit Male das erste Mal zum Schlafen gebraucht werden. Kühle Wüstennächte! Und weniger Wind, also wird der Anker aufgeholt und mein Bug wird buchtauswärts gedreht. Am Eingang der Marsa winken die Beduinen nochmal herüber, beim Fotografieren des Kamels steuert mich Dieter in die Korallen neben dem Fahrwasser und fügt so noch den Erinnerungen an diesen Ort noch eine weitere, lustige hinzu, denn glücklicherweise rumpelt mein Kiel nur kurz und bleibt nicht wirklich stecken. Am lustigsten fand Wolfgang übrigens den Beduinen in seinem wallenden weißen Kaftan beim Anprobieren der Tauchermaske. Beduine, Wüste, Tauchermaske – unglaublich!
Mit schönem Wind kreuzen wir dann innerhalb des Riffgürtels in geschützten Gewässern nach Norden. Wunderbar, der Kontrast zwischen den leuchtenden Türkistönen der Korallenriffe vor den fahlen Farben der Wüste und des dunstigen Küstengebirges. Eine Makrele landet in der Pfanne und am Nachmittag ist der 22. Breitengrad erreicht. Ein Grenzzaun und ein Militärposten markieren die hier mal wieder willkürlich von den Kolonialmächten am Reißbrett gezogene Grenze zu Ägypten: der waagerechte Strich quer durch alle Stammestraditionen ist ein schönes Beispiel für die Probleme Afrikas!
Der Mond hat Venus und Mars im Stier überholt und steht jetzt neben Saturn in den Zwillingen, Tau fällt wie Regen aus dem Großsegel, eine ruhige Nacht beginnt!


Zurück zum Törn: Von Male nach Hurghada

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