11.05.2004

11.05.2004Dienstag, 11.05.04 – Zuerst mal herzliche Glückwünsche nach Warstein, wo meine heimliche Bordchefin Uschi schon wieder ein Jahr älter geworden ist! Wir freuen uns schon auf die Törns im Juni/Juli, wenn Du hoffentlich gesund und munter wieder mal hier an Bord sein wirst, um Deinen fußlahmen Altersgenossinen zu beweisen, was man mit 67 Jahren noch so alles erleben kann!!
Hier in Suez legen Lieselotte und Fritz unter kräftigem Muschelabschiedstuten ab – und bei uns kommen die nächsten Behördenvertreter an Bord: Der Hafenmeister hakt Schwimmwesten, Logge, Radarreflektor, Funkgerät, Handfunkgerät etc. auf seiner Kanaldurchfahrtscheckliste ab, und der Vermesser errechnet meine Nettoregistertonnen (Laderaumvolumen), weshalb Wolfgang d.J. das Ende vom Maßband immer schön ein paar Dezimeter innerhalb der geforderten Messpunkte anhält und zu meinem Motorraum gleich mal die Hälfte der Backskisten, den Dieseltank und das Fach für die Rettungsinsel addiert… das wird nämlich hinterher abgezogen! Normalerweise schummeln wir ja nicht, aber die Dreistigkeit, mit der Hafenmeister und Vermesser nach Bakschisch verlangen (fragen wäre ja höflich!), verlangt eben ein wenig nach ausgleichender Gerechtigkeit.
Bei Said, einem der Bootsleute, die hier im Yachtclub arbeiten, beklagt sich Wolfgang denn auch bitterlich, worauf Said meine Mannschaft gleich mal auf eine Beruhigungswasserpfeife auf die von ihm betreute kleine Motorbarkasse (gehört dem englischen Botschafter!) einlädt. Ahmed, unser Agent, führt die drei dann am Abend durch das überraschend schöne Port Suez, in einem kleinen Lokal gibt es Bohnenbrei (Ful) und Bohnenbällchen (Falafel), später noch ein Bier in einer Kneipe, so klingt der Tag doch noch richtig schön aus!


Zurück zum Törn: Von Hurghada nach Port Said

Hinterlasse einen Kommentar

Captcha loading...