28.05.2004

28.05.2004Freitag, 28.05.04 – Zwei junge Frauen wollen per Anhalter nach Jerusalem, die Rückbank ist ja noch frei, so ist außerdem für Unterhaltung und für die ersten Insider-Informationen während der Fahrt gesorgt. In Jerusalem finden Rosi und Wolfgang Unterkunft im österreichischen Hospiz, mitten in der mittelalterlichen Altstadt, direkt an der vierten Station des Kreuzwegs. Des echten Kreuzwegs. Das ist schon irgendwie unfassbar, zumal direkt daneben Mohammed seine wunderbare Himmelsreise beendest hat (das steht jetzt die Al-Akhsa-Moschee, das drittgrößte Heiligtum der Mohammedaner) und für die Juden wiederum direkt daneben sich der Mittelpunkt der Welt befindet: Der Tempel Davids unter dem Felsendom. Der Stadtrundgang ist hier nicht wirklich beschreibbar, zumal Freitag ist und am Abend der Sabbat beginnt.
Oder vielleicht doch ein paar „Splitter“ aus der Heiligen Stadt: Im Hospiz gibt es einen original geklauten, österreichischen Briefkasten. Im armenischen Viertel werden Pälestinensertücher direkt neben jüdischen Kippas verkauft. An das päpstliche Konvent hat jemand „Jesus is the name, basketball is the game“ gesprüht. In der nach Konfessionen gesechstelten (!!!) Grabeskirche gibt es eine weiße, eine schwarze und eine grüne Säule, an der Jesus gegeißelt worden ist, sind aber wahrscheinlich alle drei ohnehin Fälschungen. Der ganz normale Wahnsinn.


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