09.07.2004

09.07.2004Freitag, 09.07.04 – Meine Staunetze werden nochmal mit Obst und Gemüse, meine Tanks mit frischem Wasser und meine Bilgen mit Getränken gefüllt. Danach steht ein wenig Kultur auf dem Programm, denn in Bodrum gibt es eine gewaltige Kreuzritterfestung und natürlich die bunten Basargassen zu bestaunen. Um 15.20 h gleite ich dann aber doch noch unter den Zinnen der Burg entlang aus dem Hafen, zwei Stunden Segeln (und weil weiterhin kräftiger Meltemi bläst, hat Manfred heute das Dauergrinsen am Ruder!) bis nach Aspat Koyu, das ist die nächste Ankerbucht auf dem Weg nach Westen und ein Naherholungsgebiet mit Strandbad und einfachen Pensionen für die einheimischen Urlauber. Nach kurzer Überlegung werde ich doch nicht frei schwoiend vor dem Strandtrubel, sondern mit Buganker und zwei Achterleinen an einen der Tavernenstege mitten im Strandtrubel für die Nacht vertäut. Quasi zentral im Freibad! Um mich herum platschen die Halbstarken arschbombend ins Wasser, ein paar Familienväter kommen zum Fachsimpeln vorbei, der Tavernenwirt versichert sich, dass die Mannschaft auch ganz bestimmt bei ihm und nicht nebenan zum Essen geht. Was dann auch nicht passiert, weshalb sich seine Küchenmannschaft ganz besondere Mühe gibt und die Weingläser mit Blümchen am Stiel verziert und den Mokka halb flambiert serviert! Am Nachbartisch feiert eine Großfamilie ein Fest, türkische Lieder erklingen, Fisch wird aus dem Salzteig gemeißelt, der Pizzabäcker zaubert mit seinen Teiglingen: ein witziger Abend!


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