30.07.2004

30.07.2004Freitag, 30.07.04 – Seit einiger Zeit liegt hier schon ein neuer Umlenkblock (eine Rolle) für das Spinnakerfall herum, die alte ist nämlich ausgeleiert und soll ausgewechselt werden. Oben im Masttopp! Das gibt nebenbei auch noch ein paar schöne Fotos von da oben, Marlon macht die Kletterpartie außerdem sichtlich Spass, ganz besonders der abschließende Sprung von der Saling ins tiefblaue Wasser!
Zwischen Levkas und dem Festland düst der Wind mal wieder ganz ordentlich, aber der Seegang bleibt unter einem halben Meter, da macht das Aufkreuzen Spass! Nur der alten Fock nicht, die gibt nämlich mit einem spektakulären Knall ihren Dienst auf und zerreißt sauber in zwei Hälften. Macht nichts, für genau diesen Fall liegt schon seit einem halben Jahr eine nagelneue Nachfolgerin in der Backskiste, regattamäßig wird gewechselt, und weiter geht es! Unter den anderen Yachten gibt es mal wieder nur Opfer, keine Gegner! Zumal sich die meisten Faulpelze die Mühe des Aufkreuzens sowieso nicht machen, sondern unter Maschine gegenan bolzen. Ist schon ein Trauerspiel manchmal.
In der gebaggerten Rinne (hier darf auch ich dann nicht mehr segeln!), die nach Levkada und der dortigen neuen Megamarina führt, bewährt sich dann, das meine Mannschaft ein eingespieltes Team ist, denn mein Motor stottert kurz, Wolfgang kommandiert ein schnelles Notankermanöver und kontrolliert die Dieselfilter. Ist aber alles in Ordnung, durch die Schräglage ist nämlich nur die Tankleitung in den fast leeren Tank hinein leergelaufen, und mein prima selbstentlüftender Golfmotor schwankt beim Selbstentlüften eben ein wenig mit der Drehzahl. 20 Liter Reserverdiesel sorgen für die Sicherheit, dass das Anlegemanöver in der Marina nicht wegen Spritmangels in die Hose geht. Und das tut es dann auch nicht, der warmen Dusche und dem Stadtbummel steht nichts mehr im Wege.


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