18.08.2004

18.08.2004Mittwoch, 18.08.04 – Der Golf von Kotor liegt am Morgen vor dem Bug! Die Einklarierungsformalitäten für Jugoslawien sind an der Zollpier von Herceg Novi schnell erledigt, um 13.20 liege ich an der Kirche „Madonna vom Fels“ längsseits. 200 Jahre lang haben Fischer und Seeleute Steine auf eine gefährliche Klippe gehäuft, und dann nochmal 100 Jahre lang Kirche und Wohnhaus gebaut, und so eines der schönsten Fleckchen Erde der Welt geschaffen. Ein pensionierter Professor macht eine Privatführung für meine Mannschaft, denn nicht nur der Bau an sich, sondern auch die Unmengen Mitbringsel der Seeleute sind schön: Vasen aus China, Gemälde aus Italien, Brokat aus Persien, grüner Marmor aus Griechenland, Wände voller Votivtafeln aus Silber, Schätze aus allen Teilen der Welt!
Der Golf insgesamt ist ein Amphitheater aus gewaltigen Bergen, grüne Hänge mit Dörfern, Kirchlein und Klöstern bis an die Baumgrenze hinauf erinnern an einen italienischen Alpensee, und ganz hinten, im verstecktesten Eckchen, da liegt Kotor mit seiner Festung! Wo ich vor genau sechs Jahren noch das allereinzige Schiffchen an dem langen Hafenkai war, da liegen jetzt ein kleiner Frachter, eine Fähre und ein Dutzend Yachten! Erst nach 1350 Stufen, am höchsten Punkt der Festungsanlagen, stellt sich wieder ein Gefühl von Ruhe in der Großartigkeit der Landschaft ein.


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