21.08.2004

Samstag, 21.08.04 – Eine große Motorcharteryacht betreibt an der Tankstelle mal eben einen Crewwechsel. Das ist ja nicht wirklich besonders sinnvoll, vor allem, weil neben uns noch sechs andere Yachten Kreise drehen und auf Diesel warten. Macht aber nix, wir wollen heute nicht mehr besonders weit: Nur eben unter der schönen, neuen Brücke vor Gruz (dem Stadthafen) hindurch, einem Bungee-Springer zuschauen, dann die Passatbesegelung aufbauen und bei Südwind 13 Meilen nach Nordwesten segeln. Da gibt es laut Hafenhandbuch eine einsame Bucht, Luka Janska. Wolfgang hat aber den kroatischen Bauboom unterschätzt, die „verlassene Fischerhütte“ ist mit der Weile zur florierenden Kneipe geworden, Ferienhäuser säumen die Ufer und die einzige Yacht bin ich bei weitem auch nicht! Wird doch Zeit für ein neues Hafenhandbuch…
Kaum sitzt der Anker sicher im Grund brät Milo Unmengen superleckere Cevapcici. Und ein Gewitter bricht urplötzlich (allerdings vom Wetterbericht angekündigt) und mit stürmischen Böen los. Am Kneipensteg bricht Chaos aus, ein Fischerboot kommt zu spät in die Bucht und rutscht mit seinem slippenden Anker auf meine Kette, so dass ich für ein paar Minuten einen Längsseitslieger habe. Mein Motor tuckert beruhigend im Leerlauf, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, die Cevapcici werden unter Deck verspeist und nach einer guten Stunde ist der ganze Spuk vorbei, kühle Bora (Nordostwind) schiebt die Wolken nach Italien, der Absacker wird schon wieder im Cockpit serviert!


Zurück zum Törn: Von Korfu nach Portoroz

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