15.09.2004

Mittwoch, 15.09.04 – Ziemlich hohe Dünung aus dem Süden wirft am Kap Kamenjak, also an der Südspitze Istriens hohe, spektakuläre Gischtfontänen in die Luft, die aber ansonsten unbewegt ist: Flaute! Macht nichts, unter Motor geht es ein paar Meilen nach Norden bis zu Dieters Geheimtippanlegestelle. Im Vorhafen von Pula hat das Militär nämlich eine riesige Schiffstankstelle stillgelegt, an der verschwiegeneren der beiden alten Bunkerpiers liege ich wie in einem Freilichtindustriemuseum zwischen gewaltigen Rohrleitungen, verrosteten Schiebern und Absperrhähnen, aber ansonsten mitten im Wald! Beim Spazierengehen gibt es alte Lagerhallen, verlassene Verwaltungsgebäude, leere Schaltkästen und lauter so Zeugs, das langsam von Ranken und Gräsern überwuchert wird, zu besichtigen. Mal wieder ganz was anderes!
Ein Schauer zwingt meine Mannschaft zum Abendessen ausnahmsweise unter Deck, das ist aber auch sehr gemütlich, die Petroleumlampe spendet warmes Licht, bis der Himmel wieder aufreisst und es von oben sternenhell und heute zusätzlich auch von unten leuchtet: Das vom Steg abtropfende Regenwasser „ärgert“ das im Meer befindliche Plankton, welches deshalb aufglimmt! Und schon spuckt meine Mannschaft um die Wette Leuchtpünktchen ins Meer, und Barbara schreibt mit der Heckdusche ihren Namen in die Dunkelheit!


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