13.04.2005

Mittwoch, 13.04.05 – Bei Wachwechsel um 06.00 h segeln wir gerade auf die Insel Hvar zu, 144 Meilen in den letzten 24 Stunden! „Nach einem kalten Tag und einer kalten Nacht sind wir echte Seewölfe!” steht im Schifflogbuch, und das stimmt!
Passend für ein gemütliches Galafrühstück lässt der Wind dann etwas nach, um gegen Mittag aus dem Nordwesten wieder aufzufrischen! Backstagsbrise, Rückenwind! Zum ersten Mal in diesem Jahr baut meine Mannschaft die Passatbesegelung auf, meine Lieblingsbesegelung! Die Fock mit dem Spinnakerbaum nach Steuerbord, die Rollgenua nach Backbord und
das groß geborgen auf dem Baum, im Slalom durch ein paar große Thunfischschwärme, leider beißt keiner an der Angel! Und schwupps, sind wir in Korcula! Und genau hier liegen die Reste des Tiefdruckgebietes, das uns in den letzten Tagen so geärgert hat, denn bei der Einfahrt in den Korculanski Kanal haben wir noch Westwind, vor der Altstadt Flaute
und danach, bei der Ausfahrt aus der Meerenge zwischen Korcula und der Halbinsel Peljesac, Ostwind! Zwar nur noch mit einem Beaufort, so dass der Motor schieben muss, aber der Himmel bewölkt sich wieder und im Westen flackert Wetterleuchten. Trotzdem (und nach einigem Zögern vom Skipper) nutzt meine Mannschaft das relativ ruhige Wetter, gegen die
Kälte hat Keith Musto das gute Ölzeug erfunden, eine Teekanne nach der anderen verlässt die Pantry und kurz vor Mitternacht scheinen schon die Lichter von Dubrovnik am südlichen Horizont.


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