29.05.2005

Sonntag, 29.05.05 – Sonnenschein, schöner Wind: Super Segelwetter! Leider empfinden das auch die Segler und Motorbootfahrer aus Istanbul so, und deshalb bin ich erstmalig auf dieser Reise nicht die einzige Yacht, die unterwegs ist. Ich bin auch nicht eine von wenigen. Oder von mehreren. Nein, heute bin ich nur eine von vielen! Von ganz vielen, denn die Prinzeninseln, unser heutiges Tagesziel, sind nun mal ein beliebtes Naherholungsziel für die gestresste Istanbuler Oberschicht. Der einzig vernünftige Ankerplatz heißt Cam Limani, und das muss man heute einfach mit „schwimmender Grillplatz” übersetzen! Ein Motorboot voller Russen sorgt für die musikalische Untermalung der Szenerie, am Ufer planscht der Nachwuchs und ab und zu verursacht der Schwell einer vorbeidonnernden Schnellfähre die nötige Hektik, die ein perfektes Chaos nun mal braucht.
Monika und Norbert reicht das alles noch nicht, deshalb rudern sie an Land und machen eine Kutschfahrt (die Prinzeninseln sind autofrei!) zum nächsten Ort.
Und kurz nach Sonnenuntergang ist der ganze Spuk schlagartig vorbei. Unglaublich! Ein kurzes Aufröhren der letzten Motoryachten, dann sind genau drei Segelyachten übrig: eine kleine englische Yacht, eine aus Neuseeland – und ich. Stille. Nur der Lichtschein der Metropole im Norden lässt noch erahnen, was es heißt, in Istanbul zu sein!


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