09.06.2005

09.06.2005Donnerstag, 09.06.05 – Von 10.00 h bis 14.30 h fahren wir durch Istanbul. Die Stadt nimmt kein Ende, der Bosporus ist bis fast an das Schwarze Meer auf beiden Seiten dicht besiedelt. Die Ortsteile tragen zwar noch die Namen der Dörfer, die sie früher mal waren, aber tatsächlich gibt es keine unbebaute Fläche mehr zwischen ihnen. Geschätzte 15 Millionen Menschen, die ganz genaue Zahl weiß niemand.
Weil das Mittelmeer unter dem Meeresspiegel von Atlantik und Schwarzem Meer liegt, steht ein ständiger, kräftiger Südstrom im Bosporus, teilweise fahre ich zwar mit sechs Knoten durch das Wasser, aber nur mit 1,8 über Grund, also wirklich am Ufer entlang, nach Norden! So hat meine Crew etwas zusätzliche Zeit, die Hagia Sophia, die Blaue Moschee, die Paläste, die Parks, die wunderbare Stadt auf zwei Kontinenten zu bestaunen!
Delfine spielen am Nachmittag um meinen Bug und begrüßen uns im Schwarzen Meer! Direkt unter dem Leuchtturm, der die Westseite der Einfahrt (für mich natürlich Ausfahrt!) zum Bosporus markiert, liegt der Fischerhafen Turkeli Feneri, ich bin mal wieder die einzige Yacht. Christiane legt mich elegant neben eine traditionelle Gület (türkisches Holzboot), und sobald die Leinen fest sind, geht meine Mannschaft auf Expedition. Oben im Dorf rufen die Menschen „Hos Geldiniz!-Willkommen!”, und zwei Frauen, die vor ihrem Haus Netze knüpfen, erzählen mit Händen und Füßen und ganz ohne Englisch- oder Deutschkenntnisse von ihrer Verwandtschaft in Amerika. Dieter und Wolfgang reparieren einer kleinen Kinderschar noch schnell den Winddrachen, und zum Abendessen gibt es frischen Fisch im Hafenrestaurant!


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