27.06.2005

Montag, 27.06.05 – Eben noch elf Meilen weiter bis in die „Trabzon Yacht Marina”. Die ist im Handbuch als „im Ausbau befindlich” beschrieben. Der Ausbau hat aber nie stattgefunden, an das Gelände schließen sich zwar die Nobelsportanlagen des Fussballerstligisten Trabzonsport an, aber davon hat der Hafen nix! Große Trostlosigkeit. Leere. Gleichmäßig verteilter Müll auf den Kais. Zwei Türken, eine Russin und ein Russe, die sich in einer Ecke mit Wodka zulöten, aber erstaunlicherweise zur Begrüßung einen selbstgepflückten Blumenstrauß vorbeibringen. Und für Transport sorgen, so dass Steffi und Wolfgang wenigstens zum Erkunden in die Stadt kommen, während mich Christiane, Dieter und Roland längsseits an eine verlassene Yacht legen, weil ich so wenigstens vielleicht an den Wasseranschluss komme…
Aber dann wird doch alles gut: Steffi und Wolfgang kommen mit einem Leihwagen zurück, ich darf Erstligistenwasser bunkern und zum Duschen und Schwimmen geht es in das Leistungszentrum, entweder mit dem Auto – oder einfach hinten im Eck des Hafens die Böschung hinauf! So steigt die Stimmung nach der ersten Enttäuschung doch schnell wieder – und als am Abend tatsächlich der Eigner der gar nicht so verlassenen Motoryacht Gebäck und Obst als Willkommensgeschenk überreicht, da ist die Welt wieder in Ordnung!
Nachts wird es dann sogar richtig lebendig, denn die einsamen Steganlagen locken Angler, Feierabendbiertrinker und Liebespärchen an!


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