07.08.2005

Sonntag, 07.08.05 – Am Ufer werden die ersten Badegäste ausgeladen, ein Kutter nach dem anderen bringt dann im Pendelverkehr Urlauber vom Festland hierher. Die meisten Dampferkapitäne machen noch einen kurzen Abstecher an meinem Liegeplatz vorbei, da sind wir mal wieder Touristenattraktion. Higgins, unsere „Fähre” bekommt den Außenborder angeklemmt, und dann mischt sich meine Mannschaft zum Strandspaziergang unter die Badegäste.
Am Nachmittag ballen sich dunkler Gewitterwolken zusammen, deshalb werde ich drei Meilen flussaufwärts in den kleinen Industriehafen von Ocakiv verholt. Viel trostloser kann ein Hafen nicht aussehen! Trotzdem ist der übliche Papierkram zu erledigen, Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser…
Connie und Dagmar erkunden das etwas abseits liegende Städtchen, und am Abend gehen Franz und Wolfgang dann auch mit ins „Zentrum”. Und Wolfgang staunt: Hier sieht es noch genau so aus wie zu Sowjetunionszeiten! Keine Leuchtreklame, kaum Straßenbeleuchtung, zwei verfallende Betriebe (eine Bäckerei, eine Kelterei), zwei Kneipen, aber nur in der Disco gibt es was zu essen! Rückfahrt im Lada „Wolga”, dessen Fernlicht nur durch schwere Schläge unter das Armaturenbrett eingeschaltet werden kann.
Im Süden blitzt und donnert es ohne Unterlass, vielen Dank für den Wetterbericht per SMS von Roland!


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