16.08.2005

16.08.2005Dienstag, 16.08.05 – Diese Nachtfahrt war so schnell, dass ich vor der Donaumündung sogar etwas gebremst werden muss! Mit dem ersten Tageslicht laufen wir dann in Sulina ein, Rumänien ist erreicht! Die ersten Pelikane fliegen in Formation vorbei, es riecht nach Süßwasser.
Die Behörden kommen an der Zollpier kurz an Bord, füllen ihre Formulare innerhalb von 15 Minuten selber aus und sagen dann: „Alles prima, sie können weiterfahren, wann sie wollen!” Mein Skipper traut seinen Ohren nicht, „Wann wir wollen, einfach so???!!!”
Wir wollen nach einem gemütlichen Mittagessen, und zwar acht Meilen die Donau hinauf in ein stilles Altwasser. Wegen der Gegenströmung werden das zwar zwölf Meilen, aber dann ankern wir so, wie man sich das hier vorstellt: In völliger Einsamkeit, nur Wasservögel um uns herum, am schönsten sind die eleganten Seidenreiher. Geangelt wird natürlich auch sofort, aber leider erfolglos.
Bei Sonnenuntergang beginnt natürlich die Mückenplage, aber mit den Moskitonetzen an allen Luken ist die Situation rasch geklärt. Die Kinder jagen die letzten Eindringlinge um die Wette, dann gibt es leckere Pellkartoffeln und zum Schlafengehen ein paar Seiten aus den „Dreizehneinhalb Leben des Käpt’n Blaubär”.
(Damit der Tag nicht ganz ohne Komplikationen bleibt, habe ich mal eben die Zentralbilge voller Donauwasser gefüllt, mal sehen, wie lange Wolfgang braucht, um das Leck zu finden!)


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