17.08.2005

Mittwoch, 17.08.05 – Frühstück im Cockpit, inmitten unberührter Natur. Ab und zu kommt ein Fischerboot vorbei, oder ein Ausflugsboot mit Tagestouristen. Aber hauptsächlich bleiben wir únter uns. Schwimmen, Saltos von der Badeplattform springen – und natürlich ein Ausflug mit dem Beiboot! Bevor die Kinder nicht bewiesen haben, dass sie zur Not bis an das Ufer rudern können, dürfen sie natürlich den Motor nicht starten! Aber das klappt ganz gut, also bekommt André die Sicherheits-Motorstopp-Leine (schaltet den Außenborder ab, falls der Steuermann außenbords fällt!) um das Handgelenk, zweimal kräftig am Starterseil ziehen – und schon geht die Post ab!
Rumflitzen ist toll, aber anhalten auch! Das Expeditionsteam erkundet eine Schwimminsel, und Robin-Adlerauge findet zwei schöne Flussmuscheln.
Die Donau runter sind es nur sechs Meilen bis Sulina, halb so viel wie rauf zu! Die gewonnene Zeit wird vom Koch einer Pizzeria leider vertrödelt, wenigstens wird den Kindern die Wartezeit nicht so lang, weil sie Anna und Menno von der „Triton” beim Anlegen helfen. Die beiden laufen uns seit über einem Jahr immer mal wieder über den Weg und sind schon liebe Freunde geworden.
Pizzagestärkt geht es wieder auf Große Fahrt, und am Ende des Wellenbrechers findet Wolfgang auch das Leck, die Wellendichtung hat sich nach vorne verschoben. Das ist schnell – und gerade rechtzeitig repariert, denn eine Meile weiter hätte ich schon Salzwasser übernommen, das wäre unangenehmer. So bin ich nur zu frisch gespülten Bilgen gekommen, das schadet ja nicht!
Bis nach Konstanza sind es 80 Meilen, also wieder durch die Dunkelheit. Völlige Windstille und unwirklicher Dunst kennzeichnen die erste Hälfte dieser Nacht, als Nico und Bettina Wache gehen…


Zurück zum Törn: Von Odessa nach Varna

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