21.04.2006

Freitag, 21.04.06 – Wind vom Ableger bis zum Anleger. Ganz zum Schluß, in der Düse nach Symi hinein, da brauchen wir sogar zum ersten Mal auf dieser Reise das erste Reff im Groß. Neue Geschwindigkeitsrekorde werden aufgestellt, 19 viel zu kurze Meilen!
Bei der Annäherung ist Esther der Meinung, dass am Hang über der Stadt ein Tunnel gebaut wird, weil da bei einer Detonation Rauchwolken aufsteigen. Nach dem Ankermanöver im ersten griechischen Hafen des Törns fallen zwei Dinge auf: Erstens detonieren laufend irgendwo gewaltige Kracher, und zweitens bimmeln die Kirchenglocken dauernd! Nach Erkundigungen beim schwedischen Liegeplatznachbarn wird klar: Das ist alles wegen Karfreitag, die Orthodoxen haben ja erst an diesem Wochenende Ostern! Und gebimmelt und geknallt wird, damit keiner einschläft. Einige der Kracher haben Sprengladungsformat, die Fensterscheiben wackeln, einmal steigt bei einer Unterwasserdetonation eine mehrere Meter hohe Wasserfontäne aus dem Hafenbecken!
Später am Abend kommen dann zwei Karfreitagsprozessionen direkt an der Kneipe vorbei, in der meine Crew zu Abend speist. Die Ballerei erreicht ihren Höhepunkt, Seenotsignalmittel werden abgefackelt, WolfgangG bekommt Ohrensausen, der Pope funkelt Daniel böse an, weil der beim Vorbeimarsch der Heiligenbilder kameratechnisch beschäftigt nicht aufsteht, und von ihm kommt auch der Spruch des Tages: „Hier wird nicht renoviert, hier wird gesprengt und neu aufgebaut!”
Trotz des ja eigentlich ernsten Anlasses Bauchschmerzen vor Lachen am Tisch…


Zurück zum Törn: Von Göcek nach Kusadasi

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