27.04.2006

27.04.2006Donnerstag, 27.04.06 – Leichte Brisen, Autopilot und Regattatrimm (Grüße vom Halb-Regattatrainingsteilnehmer Daniel an Martin Lindner!) bis nach Lipso.
Eigentlich hat Lipso gar nicht besonderes (außer natürlich Heimat von Bordhund Lipso zu sein!): Eine kleine Insel, ein kleiner Ort, ein kleiner Hafen, viele Kirchen, davon eine groß und reich, und alle anderen klein und bescheiden. Dazu viele halbfertige Häuser, obwohl es das Gesetz, nach dem man auf fertige Häuser Steuern bezahlen muss, in dieser Form gar nicht mehr gibt. (Zur Nebenbei-Information: Das ist nämlich der Grund für die unzähligen halbfertigen Bauten in Griechenland gewesen! Von der offensichtlichen Gewöhnung an ein Leben zwischen und in Ruinen mal abgesehen….) Auf Lipso baut man jedenfalls ungerührt weiterhin halb.
Die eigentliche Attraktion ist sowieso Nikos Ouzeria direkt am Hafen. Hier kann man nämlich „Ouzo essen”. Das funktioniert so: Man setzt sich gemütlich in den Schatten der Veranda und bestellt eine Runde Ouzo. Niko wirft dann den Grill an, brutzelt einen der auf der Leine an der Veranda hängenden Oktopusse, und serviert den Ouzo samt Gurkenscheiben und Tintenfisch vom Rost. Der Tintenfisch ist so salzig, dass man unweigerlich eine weitere Runde Ouzo bestellen muss, Niko serviert dazu frische Saubohnen und einen kleinen Salat. Danach wieder Ouzo, dann zwei Makrelen, dann wird es kalt und alle (auch der Grill!!!) ziehen in das Innere der Ouzeria um. Dann gibt es mal ein paar Scheiben Knoblauchbrot zur Abwechslung, außerdem eine Runde auf Kosten des Hauses, dazu wieder Oktopuss, dann geht das Spiel wieder von vorne los…
Zwischendurch war mal kurz eine kleine Volkstanzgruppe auf der Mole, aber das könnte auch eine Erscheinung gewesen sein.


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