03.12.2006

Sonntag, 03.12.06 – Auf der Funkrunde geht es rund. Und ich bin als Postschiff mitten drin. Eine schwedische Nicht-ARC-Yacht hat Ruderschaden und will bis zur Ankunft auf den Kapverden zur Sicherheit eine Hörwache der ARC-Flotte. Machen wir mit. Ein „Mayday” entpuppt sich als versehentlich ausgelöste Seenotrettungsboje, Entwarnung. Auf der SY „Mustang” geht der Mast über Bord, Wolfgang verliest den Hilfeaufruf und auch gleich die Übersetzung ins Deutsche, es weiß ja nicht jeder, dass der benötigte angle grinder ein Winkelschleifer ist. Auf der Yacht 248 soll eine Person aus medizinischen Gründen abgeborgen werden, aber da wird eher ein Frachtschiff gesucht. Später am Abend kann wenigstens der Schwede Entwarnung geben, er hat Sao Vicente erreicht.
Zwischendurch ist hier wieder Badetag auf der Plattform, was wegen der anlaufenden, beeindruckenden Brecher zu ebensolchen Kommentaren führt: „Der Nachteil vom Rundumblick aus der Dusche ist, dass auch jeder reingucken kann. Obwohl hier gerade gar keiner ist.” Oder: „Im Alpamare sind die Wellen aber nicht so hoch. Und sie haben keine Fliegenden Fische drin!” , „Die größte Badewanne der Welt!”
Die Länge der gefangenen Mahi Mahis addiert sich mit der Weile auf insgesamt 5,9 Meter, den heutigen Sonntagsbraten gibt es an Kanarischen Kartoffeln und Gurkensalat mit Yoghurt-Avocado-Dressing. Schmeckt auch den beiden Rekonvaleszenten von gestern schon wieder.


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