15.12.2006

15.12.2006Freitag, 15.12.06 – Manche Nächte sind übrigens nicht so traumhaft. Vor allem dann nicht, wenn man von einem Squall, einer tropischen Schauerbö, überrollt wird. Heute erwischt es Hella und Bernhard während ihrer Wache. Hin und hergerissen zwischen der Frage, ob das jetzt Spaß macht, weil ich durch den Wind mal wieder auf acht Knoten die Welle runter beschleunigt werde, oder ob das eher unspaßig ist, weil das Regenwasser in Sturzbächen in den Ölzeugkragen läuft, stehen die beiden ihren Mann am Ruder und scheinen gesichtsausdrucksmäßig doch eher zu genießen. Naja, doch nicht. Ein weiteres zweifelhaftes Nachterlebnis sind die Fliegenden Fische, die mit schöner Regelmäßigkeit an Deck und eben auch im Cockpit und da auch schon mal an der Jacke des Rudergängers landen. Der glitschige Besucher muss nun ja auch noch irgendwie eingefangen und wieder außenbords befördert werden, das alles um 04.00 h in der Frühe.
Mit Tageslicht heißt meine Mannschaft wieder den Blister auf, ein bisschen Rennehrgeiz muss ja doch sein.
Am Nachmittag wird noch mal ein großer Mahi Mahi gelandet, frisch gestärkt können so die Abenteuer einer weiteren Tropennacht erwartet werden.


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