24.12.2008

Mittwoch, 24.12.08 – Der Tag fängt ungewollt früh an, denn wie angekündigt hat der Wind so gegen 04.00 h auf Südwest gedreht. Da mein Skipper immer gerne in tiefem Wasser ankert, liege ich vor 40 m Kette und habe einen entsprechenden Schwojkreis. Da unser Nachbar keine elektrische Ankerwinsch hat, hat er im flachen Wasser neben mir geankert und wird von meiner Badeplattform geweckt. Die macht ihm nämlich gerade ein paar kleine Macken in den Lack. Wolfgang holt leise murrend etwas Kette ein, denn normalerweise muss derjenige, der als letzter kam (also unser Nachbar) in so einer Situation sehen, wo er bleibt. Aber mein Skipper will die ansonsten ja nette Crew nun auch nicht zu einem nächtlichen Ankermanöver zwingen, und die Nachbarn selber können wegen der Ufernähe ja nicht noch etwas Ankerleine nachgeben. Bei Tageslicht wird die Macke gemeinschaftlich begutachtet, für unerheblich befunden und freundlich gute Weiterreise gewünscht, die Kiwis sind schon cool drauf.
Gute Weiterreise haben wir, mit der Winddrehung habe ich eine wunderbare Backstagsbrise nach Great Barrier hinüber. Der nächtliche Regen hat sich verzogen, am Nachmittag kommt die Sonne wieder durch und beleuchtet Skippers Lieblingsinsel in wunderbaren, warmen Törnen. Ein prima Weihnachtsgeschenk!
Vom Ankerplatz in Port Fitzroy sind es ja nur ein paar hundert Meter zum „Boat Club”, die Wirtsleute freuen sich über mein Wiederkommen so sehr, dass sie beschließen, doch noch drei Plätze an der eigentlich ausgebuchten Weihnachtsfesttafel einzuzwängen! Sogar der Kneipenhund singt vor Freude! Heiligabend wird hier nicht gefeiert, morgen dann…


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