06.06.2009

06.06.2009

Samstag, 06.06.09 – Der Chief des Dorfes sitzt zwar gerade beim Frühstück auf seiner Matte, aber wenn ein paar Yachties zum Sevu Sevu, also zur Kava-Zeremonie vorbeikommen, dann unterbricht er das natürlich sofort. Wolfgang überreicht höflich die mitgebrachten Kava-Wurzeln, der Chief fragt nachdem Woher und Wohin, murmelt die üblichen Formeln und heißt meine Mannschaft herzlich zum Dorfbesuch Willkommen. Das Dorf besteht noch aus vielen traditionellen Palmhütten, eine lange Reihe Brotfruchtbäume sorgt für Schatten und Essen, Spielplatz für die Kinder ist der Strand.
Aber ich soll ja noch acht Meilen weiter bis vor das Manta-Ray-Resort, Ursel und Wolfgang wollen tauchen gehen. An der Boje dort liegt noch niemand, also werde ich dort sicher angebunden – und schon bin ich alleine. Ursel macht ihren ersten Tropentauchgang und ist natürlich begeistert. Ihr wisst schon: Korallen in allen Farben, Fische in allen Farben, warmes Wasser, nette Leute…
Nach dem Tauchen übernimmt Karin das Steuer von Higgins und skippert die beiden Taucher in den Pass, wo die Mantas sind. Drei Prachtexemplare drehen heute in der Strömung ihre Kreise. Der größte soll sechs Meter Spannweite haben. Auch ohne Schnorchel im Mund wären Wolfgang und Ursel sprachlos gewesen. Und zwar völlig.
Nach den Unterwasserabenteuern treffen sich alle an der Bar. Mit Zwischenhalt auf der Westseite der kleinen Insel zur Bewunderung des Sonnenuntergangs geht es dann weiter in den Speisesaal, Abendessen mit anschließender Volksbelustigung, sind ja hauptsächlich junge Leute aus Australien hier, die natürlich begeistert beim Limbo-Wettbewerb mitmachen. Wolfgang winkt ab: „Da kriege ich schon Rückenschmerzen beim Zuschauen!”


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