Mittwoch, 07.04.10

Mittwoch, 07.04.10 Wenn Wolfgang heute schon an Bord gewesen wäre, dann wäre ich jetzt Filmstar in einem Bollywood-Movie, denn die Kameracrew will unbedingt romantische Szenen auf der roten, ja auf der einzigen roten, nicht auf einer der anderen langweilig weißen Yachten, nur auf der schönen, roten Yacht drehen. Aber ohne Skipper, sagt der Agent, ohne Skipper kann er nichts machen. Also bleibe ich nur so berühmt, wie ich ohnehin schon bin.
Wenn Wolfgang heute außerdem schon an Bord gewesen wäre, dann hätte er sich eine Menge Ärger erspart, denn erstens fällt der Frühzug nach Colombo aus. Es folgt eine ziemlich entsetzliche Busfahrt, die über sechs Stunden dauert, und deren einziger Lichtblick ein Gespräch mit einem buddhistischen Mönch ist, der Investoren für sein Dorf sucht, das gerne eine Fischtrockenanlage bauen möchte.
Zweitens fällt der Bus auch noch für eine Weile aus, kann aber, indem das Gasgestänge mit einem Stoffstreifen an der Einspritzpumpe befestigt wird, repariert werden.  So kommt Christian wenigstens rechtzeitig zum Flugzeug (Daya ist schon im Büro am Bahnhof und freut sich über ein unverhofftes Wiedersehen, da hätte er die beiden ja auch mitnehmen können!), toll, dass Du da warst!
Drittens bricht der Zug nach Galle auf halber Strecke zusammen und Wolfgang muss trampen, was prima klappt, aber dazu später.
Viertens hätten ohne all die Verspätungen Hella Breitkopf und Bernhard Schneck heute schon an Bord gekonnt, so müssen die beiden noch eine Nacht ins Hotel, für heute sind alle Behörden zu.
Damit komme ich auch schon zu den Glanzlichtern dieses Tages, zufälliger weise, schicken sich Bernhard und Wolfgang nämlich zwecks Verabredung für später SMS hin und her, als der Zug den stoppt. Als nächstes stoppen Hella und Bernhard ihr Taxi, das vor ein paar Minuten ohnehin an einer Schranke stand, durch die eben dieser Zug fuhr, als er noch fuhr. Wolfgang muss nur noch herausfinden, wo genau er sich befindet, aber dabei helfen freundliche Einheimische, und so kann der Skipper am Bahndamm eingesammelt werden.
So gibt es wenigstens ein gemeinsames Dinner im Closenburg-Hotel. Prima Atmosphäre zum Erzählen all der erlebten Geschichten in Sri Lanka, und natürlich von der Atlantik-Überquerung 2006, als die beiden zum ersten Mal gemeinsam an Bord waren.


Zurück zum Törn: Von Sri Lanka zu den Malediven April 2010

Hinterlasse einen Kommentar

Captcha loading...