Samstag, 10.04.10

Samstag, 10.04.10 Behördenhordenhürden, ein letzter Streit mit dem Agenten wegen der immer höher werdenden Gebühren, aber dann darf ich los! Allerdings komme ich  nicht weit, denn schon kurz vor der Hafeneinfahrt wird der Motor zu warm, außerdem rumpelt der Propeller und so richtig in Fahrt komme ich auch nicht. Ich werde quer zum Wind gelegt und Wolfgang geht schnorcheln: Mein schöner, auf Phuket frisch polierter Propeller ist ein einziger Klumpen Seepocken. Das passt zu den Algenkulturen, die sich in den letzten beiden Wochen an den langen Landleinen gebildet haben, und zum Säurebad, das auf dem Hafengrund auf fast zehn Metern die Verzinkung von meiner Ankerkette gefressen hat. Ich habe schon in besserem Wasser gelegen…
Nach ein paar Minuten Unterwasserarbeit glänzt der Propeller wieder, nichts rumpelt mehr, die Motortemperatur steht wie festgenagelt auf 90° und die Reise geht gemütlich und mit leichten Brisen in eine ruhige erste Nacht. Eine Seeschwalbe und ein Delfin kommen vorbei und bringen Glück.
Für astronomisch Interessierte: Heute ist die Sonne auf ihrem Weg zum nördlichen Wendekreis über mich hinweg gezogen und steht nun für das nächste Jahr nördlich von mir im Zenit, hat schon was von Südhalbkugelfeeling, auch wenn ich noch auf nördlichen Breiten bin.


Zurück zum Törn: Von Sri Lanka zu den Malediven April 2010

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