Freitag, 15.10.10

Freitag, 15.10.10 Die Zivilisation hat ja doch manchmal Vorteile, z.B. eine Tauchbasis. Joke und Wolfgang lassen sich an meiner Badeplattform abholen und verschwinden für zwei Tauchgänge unter Wasser. Das Schöne am Tauchen ist, dass man mehr Luft, also mehr Zeit als beim Schnorcheln für genaue Beobachtungen hat. Und von den üblichen Verdächtigen (Fische und Korallen in allen Farben, Forman und Größen) mal abgesehen begeistern deshalb winzige Clownshrimps, scheue Sandaale, skurrile Gespensterkraben und andere Versteckspieler.

Uli, Christian und Chrissi sind allerdings froh, als die beiden Unterwasserbummler wieder auftauchen, denn ich liege leider quer zur Dünung und rolle hin und her. Kaum unter Segel ruhe ich aber wieder in stabiler Seitenlage, und weil nach zwei Tourismus-Tagen mal wieder Einsamkeit gefragt ist, kreuzen wir ein paar Schläge bis in den hintersten Zipfel der Baie des Russses. Es ist so still, dass ein einzelnes Radio von irgendwo her noch hörbar ist, vielleicht ein Fischer am Ufer. Und als da bald die Batterien leer sind, hört man gar nichts mehr. Das ist so ungewohnt für europäische Ohren, dass Wolfgang vorsichtshalber die Gitarre rausholt und zur Beruhigung leise Barmusik spielt.


Zurück zum Törn: Madagaskar im Oktober 2010

Hinterlasse einen Kommentar

Captcha loading...