Samstag, 21.05.11

Samstag, 21.05.11 Wie es aussieht, gewinne ich das 890-Meilen-Rennen gegen eine herannahende Kaltfront, die erstens Gewitter und zweitens eine Winddrehung auf Nord bringen soll. Brauche ich ja mal gaaar nicht… Bermudas Lichter erscheinen am Abend am Horizont, kommen nah und näher und nach einer spannenden, kniffeligen Nachteinfahrt legt mich Karoline längsseits an die Zollpier von St. Georges. Die Nachtschicht im geheizten Büro (Außentemperatur 22°C!) erledigt den Papierkram: „Everybody in good health?“ „Yes, very much!“ „Any animals on board?“ „Yes, a swallow!“ Die Schwalbe, die todmüde gute vierzig Meilen südlich erst auf meiner Reling, dann auf Wolfgangs Hand und schließlich unter Deck auf dem Ölzeugkragen von Skippers am Haken hängender Jacke mitgetrampt ist, muss natürlich auch ordentlich einreisen. Obwohl – sie kam wohl eh von hier. Ruh dich gut aus, kleiner Freund! Mit frischen Papieren und druckfrischen Stempeln in den Pässen versehen findet meine Crew eine freie Festmacheboje direkt vor dem historischen Anleger, da warten wir dann mal auf den morgigen Tag.


Zurück zum Törn: Von St. Maarten zu den Bermudas Mai 2011

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