Montag, 18.08.14

Montag, 18.08.14 Starkwindwarnung, Böen bis acht Windstärken aus Nord. Wolfgang fragt nach ein paar schon reichlich windigen Meilen im Lee von Samos, ob wirklich alle weiter bis nach Patmos wollen, aber meine Crew zuckt nicht einmal mit der Wimper: Hinein ins Vergnügen! Die Wettervorhersage behält recht, es pfeift. Und zwischen Samos und Ikaria pfeift es so richtig. Mir reicht die kleine Fock, um mit sieben Knoten durch die nasse Hügellandschaft zu preschen, ab und zu platscht eine der2,5-m-Wellen von der Seite vor die Bordwand und sorgt für Abkühlung, ein wilder Ritt!
So herrlich das Segeln bei solchen Windverhältnissen ist, so schwierig gestaltet sich die Ankerplatzsuche, denn natürlich ist es in den am besten geschützten Buchten ziemlich voll. Der Ormos Grikos auf Patmos ist so eine Bucht, und leider ist meine Lieblingsfestmacheboje, auf die Wolfgang spekuliert hatte, schon vergeben. Im Seegras rutscht dann mein treuer Anker, aber da mein Skipper hier ja nicht unbekannt ist, weist mir der Hafenmeister, als er mich erkennt, die letzte freie Boje hinten im Eck der Bucht zu. Vielen Dank!
Andrea zaubert traditionelle Kasspatzen in der Pantry, und dann werden Sterne bestimmt. Außer einfach toll segeln wollen Andrea, Stefan und Marc nämlich noch die Astronavigations-Theorie-Kenntnisse, die sie bei Jojo-Roland im Kurs gelernt haben, in die Praxis umsetzen. Morgens gab es schon erste praktische Übungen, heute romantische Mythenkunde als Kontrastprogramm. Unterwegs musste der Sextant heute ja leider in der Kiste bleiben, meine Crew -inklusive Skipper!-  hatte genug damit zu tun, sich selber festzuhalten…


Zurück zum Törn: Von Kuşadası nach Kuşadası - Ende August 2014

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